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3. September 2011 / Philippe Wampfler

Epigramme. Erich Kästner. Sokrates zugeeignet. Eine Mutfrage.

Erich Kästner hat dieses Epigramm 1967 geschrieben. Es enthält klassisches Zuckersäckchen- oder Kalenderzitat zur Frage, das man überall lesen kann.

Sokrates zugeeignet

Es ist schon so: Die Fragen sind es,
aus denen das, was bleibt, entsteht.
Denkt an die Frage jenes Kindes:
»Was tut der Wind, wenn er nicht weht?«

Das Epigramm ist ein poetischer Spruch, ein Vierzeiler. Lessing hat geschrieben, das Epigramm soll  als »sinnreichste Kleinigkeit« »Erwartung« wecken und »Aufschluss« geben. Kästner hat einen ganzen Band von Epigrammen geschrieben (ein Auszug findet sich hier als pdf), mittlerweile handelt es sich aber um eine Gattung, die in der deutschen Sprache verloren gegangen ist (hier kann man mehr dazu lesen).

Eine Mutfrage

Wer wagt es,
sich den donnernden Zügen entgegenzustellen?
Die kleinen Blumen
zwischen den Eisenbahnschwellen!

  1. sinnsucht / Sep 3 2011 9:21 am

    Das scheint mir wohl keine Mutfrage zu sein. Keines dieser, ach, so heroischen Blümchen geht dieses Wagnis wirklich ein. Sie haben schlichtweg eine Nische zum Vegetieren gefunden. Wie wir Menschen übrigens auch: Wir wages es nicht, uns dem absolut lebensfeindlichen Sonnenwind entgegenzustellen – wir tun es (i.d.R. vollkommen) unbewußt, weil er dank des Magnetfeldes der Erde weitgehend von uns ferngehalten wird…

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