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23. August 2011 / Philippe Wampfler

Rhetorische Fragen als politischer Protest.

Heute bin ich auf einen Tumblr-Post gestoßen, in dem über eine Protestveranstaltung gegen Israel berichtet wird, die in New York stattfand. Die jüdischen Portestierenden drückten Ihre Meinung wie in den USA üblich auf beschrifteten Transparenten aus, auf die sie rhetorische Fragen schrieben:

Mir ist etwas unklar, wie diese Fragen zu beurteilen sind. Angenommen, es stünde keine Frage, sondern eine Aussage da:

I am not a self-hating jew, if I criticize the Israeli government’s unethical and inhumane policies.

oder:

The holocaust teaches us that it must never happen to anyone else ever again.

Wäre das eine schwächere Aussage? Ich denke eher nicht. Die Personen, welche die Frage in dem Sinne beantworten würden, in dem die Fragen gestellt werden (»No, you are not a self-hating jew…«), würden wohl auch die Aussage unterstützen. Bei anderen Leute fiele wohl die Antwort auf die Frage leicht: »Yes, you are a self-hating jew.«).

Fazit: Rhetorische Fragen sind da gefährlich, wo sie eine Antwort voraussetzen, welche der Zuhörer bzw. Leser nicht zu geben gewillt sein könnte.

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