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14. Juli 2011 / Philippe Wampfler

Erich Fried. Achtundzwanzig Fragen.

Auch wenn Frieds »Was es ist«-Gedicht jede Hochzeit zu einem Klischee machen kann, gehört sein Fragen-Gedicht hier gepostet (ich bin via diesen Blogpost darübergestolpert):

Ich habe sieben Fragen:
Wie kannst du glücklich werden?
Ich habe sechs Fragen zu fragen:
Wie wird es den Menschen gehen?
Ich habe fünf Fragen
(eine für jeden Finger):
Wie kann ich die Zeit ertragen
bis wir uns wiedersehen?

Ich habe vier Fragen
(für dich) nach vierblättrigem Klee
Ich habe drei Fragen
(die alten) für dich nach deinen drei Wünschen
Ich habe zwei Fragen:
was ich dir sein und nicht sein darf?
Ich habe eine Frage:
Wie ich dich glücklich seh?

Aus: Erich Fried, Liebesgedichte. Verlag Klaus Wagenbach, Berlin 1979.

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