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14. Juni 2011 / Philippe Wampfler

Unbekannte Unbekannte – oder: Warum wir so dumm sind.

Errol Morris, ein Filmemacher, geht in einem längeren Essay der Frage nach, wie es sein kann, dass Menschen nicht nur inkompetent sind, sondern diese Inkompetenz auch nicht wahrnehmen. Dabei handelt es sich um den so genannten Dunning-Kruger-Effekt.

Morris spricht davon, dass es Dinge gibt, von denen wir wissen, dass wir sie nicht wissen (z.B. weiß ich, dass es eine physikalische Erklärung dafür gibt, warum der Himmel blau ist – aber ich weiß nicht, wie das genau funktioniert) – und aber auch Dinge, von denen wir nicht wissen, dass wir sie nicht wissen. Das scheint zunächst plausibel, ist aber schwer vorstellbar. Deshalb bringt Morris Fragen und Antworten als Erklärung ins Spiel:

Using the expressions “known unknowns” and “unknown unknowns” is just a fancy — even pretentious — way of talking about questions and answers.  A “known unknown” is a known question with an unknown answer.  I can ask the question: what is the melting point of beryllium?  I may not know the answer, but I can look it up.  I can do some research.  It may even be a question which no one knows the answer to.  With an “unknown unknown,” I don’t even know what questions to ask, let alone how to answer those questions.

Dumm wären wir schon, wenn wir viele Antworten auf viele Fragen nicht wüssten. Aber noch dümmer sind Menschen deswegen, weil sie viele Fragen gar nicht stellen können, deren Antworten sie nicht wissen.

 

  1. turq trop / Jun 14 2011 2:14 pm

    Auch Zizek bzw. Rumsfeld zum fancy way of talking:

    „In March 2003, Rumsfeld engaged in a little bit of amateur philosophizing about the relationship between the known and the unknown: „There are known knowns. These are things we know that we know. There are known unknowns. That is to say, there are things that we know we don’t know. But there are also unknown unknowns. There are things we don’t know we don’t know.“ What he forgot to add was the crucial fourth term: the „unknown knowns,“ the things we don’t know that we know-which is precisely, the Freudian unconscious, the „knowledge which doesn’t know itself,“ as Lacan used to say.“

    http://www.lacan.com/zizekrumsfeld.htm

  2. kritischeweltverbesserin / Jun 15 2011 7:46 pm

    Vielleicht sind diese Fragen in de nicht genutzten Teilen des Hirns und kommt irgendwann an diese ran. Wer weiß, was da noch alles ans licht kommt?!? wie weit sich unsere welt dann vergrößert?!

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