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4. September 2010 / Philippe Wampfler

Fragen im Vorstellungsgespräch. Und zwei Bemerkungen. Lohntransparenz.

Marcel Widmer hat eine Liste mit 100 Fragen abgeschrieben, die man in einem Vorstellungsgespräch gestellt kriegen könnte (ich bitte, das saloppe Passiv zu entschuldigen).

Ich kopiere die Fragen da nicht raus, sondern kommentiere kurz:

Zunächst sollte man wohl auf die Frage vorbereitet sein, wie viel man verdienen will. Lohntransparenz ist aus einer Reihe von Gründen in der Schweiz immer noch undenkbar – so dass man wohl kaum erwarten kann, sich nach einer Zahl richten zu können. Ich schlage also vor, sich sein Wunschsalär plus 5% zurechtzulegen und diese Zahl ziemlich direkt zu kommunizieren. Bekommt man das – wollte man definitiv nicht mehr. Und sonst…

Die zweite Bemerkung ist ein Hinweis: Als Bewerber würde ich selber immer auch eine Frageliste mitbringen, die man stellen kann. Damit zeugt man, dass man am Unternehmen interessiert und engagiert ist. (Dazu könnte auch die Frage gehören, wie viel die Vorgängerin denn verdient hat…)

  1. Daniel / Sep 4 2010 10:48 pm

    „Ich schlage also vor, sich sein Wunschsalär plus 5% zurechtzulegen und diese Zahl ziemlich direkt zu kommunizieren. Bekommt man das – wollte man definitiv nicht mehr. Und sonst…“ Das verstehe ich jetzt nicht – Mein Wunschsalär wäre eine Million Franken pro Jahr; wünscht sich jemand weniger? Das werde ich wohl nicht bekommen, auch nicht mit zusätzlichen 5%. „Und sonst…“ Was meinen Sie?
    Selbst wenn ich einen Lohn vorschlage und ihn gleich bekomme, werde ich mich danach fragen, ob der Arbeitgeber nicht mehr im Budget hatte..

    Ich denke, die bessere Vorbereitung wäre statt einer Selbstanalyse („Wie viel brauche ich, um glücklich zu leben?“ vs. „So viel wie möglich“), der Versuch, den eigenen „Marktwert“ herauszufinden (Sei es, indem man sich bei der VorgängerIn direkt erkundigt, sich bei anderen Stellen informiert, KollegInnen fragt etc). Und dann noch einen Kommentar von Widmer berücksichtigt:
    „natürlich besteht ein grosser Teil des Lohns in Schweizer Franken; ein Teil aber wird in anderen “Währungen” wie persönliche Befriedigung, Gestaltungsmöglichkeiten etc. “ausbezahlt”! „

    • PhilippenWampfler / Sep 5 2010 7:00 am

      Vielleicht ist das begrifflich unklar – aber mit „Wunschsalär“ meine ich nicht „Traumsalär“, sondern der Lohn, mit dem man zufrieden wäre…
      Und der Kommentar von Widmer ist eine nette Masche von Arbeitgebern, tiefere Löhne zu verkaufen, denke ich. (Käme es einem darauf an, hätte man keinen Job, bei dem der Lohn verhandelt wird.)

      • Marcel Widmer / Sep 5 2010 9:07 am

        @Philippe Wampfler:
        Eine Masche? Ein Unterstellung, die Sie vermutlich nicht machen würden, wenn Sie schon einmal selbst in einer Situation gewesen wären, in denen Sie liebend gerne auf eine Lohnerhöhung (zum „Ruhighalten“) verizchtet hätten, wenn Sie wieder Spass am Job hätten haben können. Ich habe Dutzende von Menschen in dieser Situation kennen gelernt in all den Jahren …

        • Philippe Wampfler / Sep 5 2010 9:22 am

          So hab ich das nicht verstanden – kann es aber aus Sicht des Arbeitnehmers gut nachvollziehen. Ich habe den „Maschen“-Kommentar rein auf die Lohnverhandlungen bezogen – selbstverständlich gehört sehr viel mehr als Salär zu einem motivierenden Beruf.

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